Arme Ritter mit Tomatensalat

Das Dessert zur Resteverwertung in einer herzhaften Variante als Hauptgericht

Zutaten für 1 Portion:

1-2 Scheiben trocken gewordenes Brot (ich hatte Roggenbrot mit Haselnüssen in Baguetteform – superlecker!)
1 Ei
etwas Milch
Pfeffer und Salz
Muskat
Butter
1-2 Romatomaten
1 kleine rote Zwiebel
1 EL frische gehackte Petersilie
1 Prise Zucker
1 Spritzer Weißweinessig oder weißer Balsamico
1 Faden Olivenöl

Zubereitung:

Tomaten waschen, halbieren, Stielansätze entfernen. Die Tomatenhälften in mundgerech-te Stücke schneiden. Zwiebel abziehen und in kleine Würfel schneiden. Kräuter waschen und hacken. Tomaten- und Zwiebelwürfel mit der Hälfte der Kräuter vermengen, mit Pfef-fer, Salz, Essig, Öl und Zucker abschmecken und etwas ziehen lassen.

Das Ei mit etwas Milch verschlagen, mit Pfeffer, Salz, etwas geriebener Muskatnuss und der restlichen Petersilie verrühren. Die Brotscheiben darin einweichen, bis sich diese vollgesogen haben.

Butter in der Pfanne zergehen lassen und die vollgesogenen Brotscheiben darin bei Drei-viertelhitze goldbraun braten.

Arme Ritter auf einem Teller anrichten und mit dem Tomatensalat servieren.

Guten Appetit!

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Hähnchen mit Pak Choi, Paprika und Mienudeln in Kokosmilch

Eine fernöstlich angehauchte Köstlichkeit aus dem Wok

Zutaten für 2 Portionen:

200 g Hähnchenbrust
150 g Mienudeln
400 g Pak Choi
1 rote Paprikaschote
4 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
4 – 5 cm Ingwerknolle
1 kleine Chilischote
1 EL gelbe Currypaste
1/2 TL Kurkuma
etwas Sojasauce
1 TL brauner Zucker
150 ml Kokosmilch
ein Spritzer Limettensaft
etwas Speisestärke
Kokosöl

Zubereitung:

Hähnchenbrust kalt abwaschen und trocken tupfen, in Streifen schneiden. Das Fleisch mit Sojasauce, einer Prise braunen Zucker und etwas Pfeffer vermengen und etwa 30 Minuten marinieren lassen.

Anschließend das Fleisch mit Küchenkrepp abtupfen, mit etwas Speisestärke bestäuben und gründlich vermischen. Die Stärke wird eher einmassiert und überschüssige Speise-stärke abschüttelt. Die Speisestärke macht das Fleisch knusprig und wenn es nicht zu viel Stärke ist, pappt später auch nichts mit den anderen Zutaten im Wok zusammen.

Den Pak Choi gründlich waschen, die einzelnen Blätter lösen. Die weißen Stiele in dünne Streifen schneiden, das Blattgrün in breitere. Die Paprikaschote waschen, halbieren und die weißen Innenwände mit den Kernen entfernen. Paprika in mundgerechte Stücke schneiden. Den Frühlingslauch waschen und schräg in Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwerknolle schälen und fein würfeln. Auch die Chilischote entkernen und fein würfeln.

Die Mienudeln nach Packungsanweisung zubereiten. In der Zwischenzeit den Wok erhitzen, mit Kokosöl einpinseln und die Fleischstücke portionsweise darin anbraten. Wenn sie Farbe angenommen haben, wieder herausnehmen.

Die Pak-Choi-Stiele und Paprika anbraten, ggf. noch etwas Kokosöl hinzufügen. Curry-paste, Knoblauch, Ingwer, Chili und die Gewürze zugeben und mitdünsten. das Ganze mit Kokosmilch ablöschen und etwa 3 – 5 Minuten köcheln lassen. Nun das Blattgrün des Pak Chois zugeben, verrühren und mitziehen lassen. Das Hähnchenfleisch dazugeben.

In einer Pfanne etwas Kokosöl erhitzen, die abgetropften Mienudeln darin anbraten, anschließend die Nudeln in den Wok geben und alles mit Sojasauce und Limettensaft abschmecken.

Guten Appetit!

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Pubertät

Possen aus der Online-Redaktion einer deutschen Firma

Voriger Beitrag: Kleidung für gewisse Anlässe

Wir sind noch immer im Sommerloch. Die Pausengespräche mit den Kollegen, die noch nicht oder nicht mehr im Urlaub sind, sind oft privat und unterhaltsam. Diesmal haben die Kollegen sich über die Pubertät des Nachwuchses unterhalten und dabei festgestellt, dass sich nicht alles „verwächst“ …

Es ist ein sonniger Montag. Wir saßen auf einer Bank im Schatten der Akazie im Firmen-hof, schleckten Eis oder rauchten und unterhielten uns über die pubertierenden Nach-kommen.

„Boah“, stöhnte Biggi-Becker-Bayer, alias Triple-Bee, „mein Sohn hat mich am Samstag wieder genervt! Vor ein paar Wochen hab ich drei Zehner-Packs Socken für ihn gekauft, weil die alten voller Löcher waren. Vorgestern meinte er, er hätte keine Socken mehr!“

„Upps, hat die die Waschmaschine gefressen?“, erkundigte sich Alexander Brüsk.

„Nee“, echauffierte sich Triple-Bee, „wohl eher sein Bett. ‚Guck mal unter deinem Bett nach‘, sag ich zu ihm. – Da lagen zig Socken!“

„Waren die wenigstens sauber?“, fragte ich – es war eine rhetorische Frage. „Oder hat er sich damit jeden Abend selbst narkotisiert?“

„Genau das“, erwiderte Biggi und schnippte die Asche von ihrer glimmenden Zigarette. „Hunderte von Socken –“

[Merke: Wenn Frauen in Fahrt sind, werden aus zig Socken ganz schnell Hunderte.]

„Hunderte von Socken hab ich mit dem Besen als Schieber unter dem Bett hervorgeholt und bin dann fast umgefallen, weil sie stanken. ‚Justin, du bist ein Ferkel‘, hab ich ihm gesagt, ‚warum wirfst du die getragene Wäsche nicht abends in den Wäschekorb? Der steht doch direkt im Bad!‘“

„Und?“, fragen wir erwartungsvoll, „was hat er gesagt?“

„Der hat ganz erstaunt an einer Socke geschnuppert und meinte, die seien nicht von ihm. Er hätte ein ganz anderes Aroma.“

Wir prusteten vor Lachen.

„Tja, Mutter, dann waren’s wohl deine Socken“, schmunzelte Brüsk und wischte sich eine Lachträne weg.

Biggi, die knapp ein Meter sechzig groß ist,  stemmte die Hände in die Hüften, zeigte auf ihre winzigen Füßchen und empörte sich: „Ja klar, ich trage schwarze Herrensocken in Größe vierundvierzig!“

„… und machst Löcher rein“, ergänzte Brüsk. „Du, aber vielleicht wirken Stinkesocken bei Pubertierenden wie Haschisch, LSD oder Pilze?“

Wir grölten wieder.

Hauptabteilungsleiter Udo Weißich stand seit einigen Minuten neben uns und lauschte amüsiert unserem Gespräch.

„Der Verlust des Geruchssinns des Pubertierenden ist für die Familie ja das Schlimmste“, meinte er grinsend, zog einen Kaugummi aus der Tasche, wickelte ihn langsam aus, wäh-rend wir gespannt darauf warteten, dass er fortfuhr, steckte ihn in Zeitlupe in den Mund und kaute langsam vor sich hin.

„Kommt da noch was?“, raunte Brüsk, der so weit von der Führungskraft entfernt stand, dass die es nicht hören konnte.

„Mein Sohn ist fünfzehn“, fuhr Weißich endlich fort. „Der entwickelt Düfte, die nicht zu ertragen sind. Das Zimmer stinkt wie ein Pumakäfig. Meine Frau brüllt nur noch nach oben: ‚Mach deine Tür zu, der Gestank zieht ja durchs ganze Haus!‘ – Ich hab ihm neulich mal gezeigt, dass man sein Fenster auch öffnen und die Bude lüften kann.“

„Aber er hat’s bestimmt wieder vergessen, oder?“, vermutete Brüsk.

Weißich nickte. „So isses. Der merkt auch nicht, dass er selbst müffelt. Ich weiß, dass er je-den Tag duscht, aber das reicht eben nicht. Ich hab ihm fünf, sechs Deos in sein Zimmer gestellt. Ob er sich davon eins aussuchen dürfte, wollte er wissen. ‚Nein‘, hab ich gesagt, ‚die nimmst du alle und zwar gleichzeitig nach dem Duschen!‘ Das hält man ja nicht aus. Da riecht unser Bernhardiner besser, wenn ich mit dem bei Regen zwei Stunden durch den Wald marschiert bin.“

Oha, dachte ich, es gibt doch kaum einen schlimmeren Geruch im Haus als den eines nas-sen Köters und Selma dachte ähnlich: „Was? Nichts stinkt schlimmer wie nasser Hund!“

[Ich gebe es wörtlich wieder und korrigiere die grammatikalischen Fehler nicht.]

„Nee“, erwiderte Brüsk, „dann hattest du noch nicht das zweifelhafte Vergnügen, dir auf dem Klo die Hände zu waschen, während Friedhelm nebenan sein großes Geschäft ver-richtet.“

„Alexander!“, riefen wir Frauen empört wie aus einem Mund und runzelten die Stirn.

„Ja, nu“, amüsierte sich Brüsk.

„Hach ja, die Pubertät“, seufzte Waltraud „Wally“ Frowein. „Meine Tochter ist einund-zwanzig und immer noch mittendrin. Ich glaub, in der Pubertät verlieren die Kinder den Verstand und alles, was man ihnen vierzehn Jahre lang beigebracht hat!“

Die Mütter und Väter pubertierender Kinder nickten zustimmend. Die Runde wurde übri-gens immer größer.

Die Mittfünfzigerin Wally erzählte eine Anekdote: Die Tochter war sechzehn und hatte eine Reitbeteiligung. Eines Tages suchte sie ihre Lieblingsreithose.

Wally ahmte die Sprechweise ihrer Tochter nach: „‚Mamaaa‘ – immer wenn sie ‚Mamaaa‘ sagt, sucht sie was – ‚wo hast du meine Lieblingsreithose hingeräumt?‘ – Als würde ich in ihrem Zimmer irgendetwas anfassen! Da sieht man den Fußboden nicht, weil überall et-was rumliegt. Und das ist heut noch so!“

Meine Güte, dachte ich, wie mag das bei denen zu Hause aussehen? Meine Mutter wurde schon nervös und griff zu erzieherischen Maßnahmen, wenn vom Vortag die frischgewa-schene Wäsche noch nicht weggeräumt war, die sie ins Kinderzimmer brachte. Sie wäre ausgeflippt, wenn es da gemüffelt hätte oder sie über irgendetwas hätte steigen müssen, um ins Zimmer zu kommen! Nein, bei uns zu Hause fiel die Pubertät aus, wir wurden im Kleinkindalter dressiert.

„‚Wie, deine Lieblingsreithose ist weg?‘, sach ich“, fuhr Wally fort. „‚Vielleicht hast du sie dem Pferd angezogen, ich hab sie nicht. Da pass ich nur mit einem Bein rein!'“

Wir stellten uns das bildhaft vor und lachten.

Wally musste selbst losgackern und so dauerte es, bis wir die Pointe hörten: „Da hatte dieses dumme Huhn den frisch gebügelten Wäschestapel, den ich ihr ein paar Tage zuvor vor die Zimmertür gelegt hatte, zusammen mit der dreckigen Wäsche, die überall auf dem Boden, auf dem Bett herumlag, zusammengerafft und in den Bettkasten geworfen, als es klingelte, ich aufmachte und ihr Schwarm Johannes nach ihr fragte. Da hat sie das Grobe flugs weggeräumt und wusste nach kurzer Zeit nicht mehr, was wo lag. Aber das war sie ja nicht. Sie schob es mir in die Schuhe, ich sei es gewesen. – Klar, ich plätte erst stundenlang die Wäsche, falte und staple sie ordentlich und schmeiße sie dann zusammen mit den dreckigen Klamotten in den Bettkasten!“

„Also ehrlich, Wally“, erwiderte Brüsk mit gespielter Entrüstung.

„Hatte sie da auch leere Pfandflaschen gehortet?“ erkundigte sich Margit Schwatz.

„Pfandflaschen? Wo? Im Bettkasten?“

Margit nickte: „Ja, mein Sohn ist jetzt vierzehn und neulich entdeckte ich in der Speise-kammer einen leeren Colakasten. Also nur den Kasten, es waren keine Flaschen drin.“

Margit war durchs ganze Haus gelaufen und hatte nur eine angebrochene Flasche im Kühlschrank gefunden. Es fehlten elf Flaschen. Sie verdächtigte den Ehemann, die Fla-schen gedankenlos einzeln beim Einkaufen zur Leergutannahme gebracht zu haben. Den jüngeren Sohn verdächtigte sie, sich damit sein Taschengeld aufzubessern. Sie brachte die ganze Familie gegen sich auf, bis sie beim Großreinemachen im Zimmer des pubertieren-den großen Sohnes elf leere Pfandflaschen und ein halbes Dutzend benutzte Trinkgläser fand. Auch hier hatte sie geglaubt, der jüngere Sohn oder der Gatte hätten sie beim Ein- oder Ausräumen der Spülmaschine zerdeppert.

„Himmel“, rief Selma, „da ist mir ja einiges erspart geblieben! Wie gut, dass ich keine Kinder habe.“

„Ähm, das Horten von Pfandflaschen ist aber nicht nur bei pubertierenden Jungs verbrei-tet“, klinkte sich Triple-Bee ein. „Erinnert Ihr Euch an die sechs Umzugskisten, die in un-serem Büro standen?“

Klar, kannten wir die Kisten, die wie ein Raumteiler zwischen Biggis und Brüsks Arbeits-plätzen gestanden und die Sicht versperrt hatten und wunderten uns, als Brüsk Biggi wäh-rend ihrer Rede mehrfach am Ärmel zupfte und „pscht, pscht“ wisperte.

„Hm“, sprach sie lauter weiter, lächelte verschmitzt und wehrte Brüsks Zupfen ab, indem sie ihm leicht auf die Hände schlug. „Da hatte Alexander seine leeren Limoflaschen drin, die er hier im Büro getrunken hat. Mit dem Flaschenpfand haben wir uns neulich im Brau-haus einen netten Abend gemacht.“

„Na, nun beschwer dich noch“, entrüstete sich Brüsk. „Von dem Abend hattest du doch am nächsten Tag noch etwas.“

„Oh ja“, seufzte Biggi und rieb sich erinnernd den Hinterkopf. „Der Brummschädel war vom Feinsten.“

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Kartoffel-Kohlrabi-Gemüse mit Kotelett

Ein schnelles Gericht für alle Tage

 

Zutaten für 2 Portionen:

2 mittelgroße Kohlrabi
4 Kartoffeln
1 – 2 EL Butter
100 g Kräuterfrischkäse
50 ml Milch
Salz und Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

2 Schweinekoteletts
1 EL Rapsöl

Zubereitung:

Kartoffeln und Kohlrabi schälen und in Stifte schneiden. Die Kartoffeln in kaltem Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Nach etwa 5 Minuten die Kohlrabistifte hinzufügen, alles 10 – 15 Minuten garen.

Das Kochwasser abgießen, dabei etwa einen Kaffeebecher voll aufheben.

Eine Pfanne aufstellen, Rapsöl erhitzen. Die Koteletts abspülen und trocken tupfen, salzen und pfeffern und von beiden Seiten jeweils etwa 3 Minuten braten

Im Topf mit dem abgegossenem Gemüse Butter, Kräuterfrischkäse und Milch hinzufügen und bei kleiner Hitze gut miteinander vermischen. Wird das Ganze zu dick, etwas von dem Kochwasser dazugeben.

Frisch geriebene Muskatnuss unterrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Tipp: Hat der Kohlrabi schöne frische Herzblätter, können sie fein gehackt kurz vor Ende der Garzeit zum Kartoffel-Kohlrabi-Gemüse gegeben werden.

Guten Appetit!

 

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Überbackene Zucchini

Ein mediterran angehauchtes Rumfortessen aus dem Ofen – mit ein paar Restzutaten fix gemacht

Zutaten für 1 – 2 Personen:

1 Zucchino (ich hatte nur einen halben und habe eine halbe Spitzpaprikaschote dazu genommen)
2 – 4 Strauchtomaten – je nach Größe
1 kleine Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 – 3 EL gegarter Reis
1 – 2 Salsicce (italienische Bratwürste), alternativ frische grobe Bratwurst oder Hackfleisch
Olivenöl
1 EL Crème frâiche oder Schmand oder saure Sahne
mediterrane Kräuter nach Bedarf
Pfeffer, Salz
Parmigiano Reggiano

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Zucchino längs halbieren und mit einem Löffel so aushöhlen, dass ein Rand von etwa einem halben Zentimeter stehen bleibt.

Knoblauch und Schalotte schälen und würfeln. Das ausgehöhlte Innere des Zucchino kleinschneiden.

Wurstbrät aus dem Darm drücken und mit den vorbereiteten Gemüsestücken, außer den Tomaten, vermischen.

Eine Bratpfanne erhitzen, einen Faden Olivenöl hineingeben und die Masse anbraten. Dabei salzen und pfeffern.

Inzwischen Parmigiano Reggiano reiben und die Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden.

Wenn die Füllung gebräunt ist, Crème frâiche hinzugeben, gekochten Reis, Tomatenstücke und die gehackten Kräuter unterrühren, noch einmal abschmecken und Pfanne vom Herd nehmen.

Die Zucchinihälften mit der Masse füllen, in eine Auflaufform setzen und mit dem geriebenen Käse bestreuen.

20 – 30 Minuten im Ofen garen lassen.

Dazu habe ich eine schnelle Tomatensauce gemacht: 1 EL Tomatenmark in der eben gebrauchten Pfanne kurz anrösten, etwas heißes Wasser angießen, salzen und pfeffern, kurz aufwallen lassen, ein paar Kräuter dazugeben. Dann eine kleine Prise Zucker unterrühren – fertig!

Guten Appetit!

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Possierliche Tierchen

Es ist ein wunderschöner Frühsommertag. Die Sonne scheint, es ist schon recht warm. Die beste Freundin der Welt und ich sitzen auf einer Parkbank auf einer Insel und warten. Wo-rauf wir warten, ist nicht von Belang. Wir haben Zeit und genießen, was uns geboten wird. Wir sitzen mitten in den Kulissen.

Um uns ist reine Natur: der Rhein, dessen Wellen sanft ans Ufer plätschern, wenn ein Lastkahn oder ein Ausflugsschiff vorbeifährt, die Flora, die förmlich explodiert und in allen Grüntönen schillert, mit bunten Blütentupfen in gelb, weiß, blau und lila. Es raschelt, das ist die Fauna: es kreucht und fleucht überall. Vögel zwitschern, Insekten schwirren umher. Sie summen und brummen – und stechen, was wir erst am Abend zu Hause be-merken werden.

Dichterworte drängen sich auf.

Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! Du bist so schön!

Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Und dann zücken wir die Kamera und schauen mal genauer hin …

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Dringender Aufruf für Registrierung wegen einer Knochenmarkspende für den 13-jährigen Luc

Die kleinste Unterstützung sofort: ich reblogge dies. Und dann muss ich mich mal informieren, ob ich inzwischen spenden dürfte. Mit meinem hohem BMI durfte ich mich nicht mal registrieren lassen.

Ich wünsche Luc und seiner Familie schnelle Hilfe, alles Gute und viel Kraft!

Download

Ihr Lieben,

heute wende ich mich persönlich an euch, weil ich sehr betroffen bin. Wir kennen Luc und seine Familie seit Jahren. Der Bruder von Luc ist in der Klasse meines Sohnes. Bei Luc, der gerade 13 Jahre ist,  wurde im Frühjahr Leukämie diagnostiziert. Er hat nun in den nächsten Wochen die vierte Chemo vor sich und braucht im September dringend geeignetes Knochmark, um weiter leben zu können. Jeder zwischen 17 und 55 Jahren kann sich unter diesem Link kostenlos registrieren lassen. Vielleicht bist du der eine von 20000 Menschen, dessen Knochenmark passt!? Bitte lasst euch registrieren und verbreitet den Aufruf und helft Luc! Ich danke euch ganz herzlich!

Knochenmark-Spendenaufruf_für Luc

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Frühlingslauch-Pfannkuchen mit Zucchini-Käsecremefüllung

Ein schnelles frisches Gericht ohne Fleisch, perfekt an einem Sommertag

Zutaten für 2 Portionen:

6 EL Mehl
2 Eier
Milch nach Bedarf, alternativ Sprudelwasser
2 Frühlingszwiebeln
1 – 2 Zehen Knoblauch
2 kleine Zucchini
1 Zweig Rosmarin
200 g Hüttenkäse
2 EL Schmand oder saure Sahne
Parmigiano Reggiano oder Grano Padano nach Wunsch
2 Tomaten
Salz, Pfeffer, Paprika- oder Chilipulver
Olivenöl

Zubereitung:

Mehl und Ei miteinander verrühren, Milch oder Sprudel nach Bedarf zugeben, bis der Teig schön flüssig ist.

Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden, Knoblauch fein würfeln. Zwiebeln und die Hälfte des Knoblauchs zum Teig geben, verrühren, salzen und pfeffern. Den Teig min-destens 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen Zucchini in Stifte schneiden. Rosmarin fein hacken. Beides mit dem übrigen Knoblauch in etwas Olivenöl dünsten, bis alle Flüssigkeit verdampft und das Gemüse leicht gebräunt ist. Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden und ganz kurz mitgaren lassen. Das Gemüse würzen und aus der Pfanne nehmen.

Pfannkuchen ausbacken, fertige warmstellen.

In der Zwischenzeit Hüttenkäse, Schmand und den nicht zu fein geriebenen Hartkäse – ich rasple ihn grob – unter das Gemüse heben. Noch einmal kräftig abschmecken, even-tuell etwas Olivenöl zugeben.

Pfannkuchen füllen und aufrollen.

Guten Appetit!

Tipp: Der Frühlingslauch-Pfannkuchen passt auch im Herbst  – beispielsweise mit einer wunderbaren Pilzfüllung.

Anmerkung zum Foto: Ich gebe in meinen Rezepten immer normale Portionen an, also für gesunde erwachsene Personen. Dieses Rezept würde für mich und meinen Schlauch-magen 4 – 5 Portionen ergeben. Das heißt, ich muss hier kräftig reduzieren oder esse tagelang das Gleiche. Letzteres kommt nicht in Frage. Ich brauche die Abwechslung. Aus diesem Grund zeigt mein Foto auch keinen „gelungenen“, also fotogenen Pfannkuchen. Der erste geht ja bekanntlich immer daneben. Und bei mir bleibt es bei einem Pfann-kuchen. Wenn ich also nur für mich koche, sind meine Pfannkuchen optisch immer ein Desaster. 😉 Aber sie schmecken hervorragend!

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Kleidung für gewisse Anlässe

Possen aus der Online-Redaktion einer deutschen Firma

Voriger Beitrag: Heiteres Beruferaten

Es ist Sommer, es sind Ferien. Die halbe Belegschaft ist im Urlaub, die Führungskräfte mit schulpflichtigen Kindern auch. In der Online-Redaktion der Deutschen Rad AG gibt es nach wie vor viel zu tun. Die Arbeit wird nicht weniger, sie muss nur von weniger Beschäf-tigten gestemmt werden. Es gibt keine Leiterrunden, in der die Chefs den Zustand des Firmenbereichs beklagen und das Rad neu erfinden. Damit gibt es auch kein Leck, aus dem Informationen aus diesen Leiterrunden an gewisse Mitarbeiter durchsickern und so gibt es auch keine Gerüchte. Der Buschfunk ist im Sommerloch. Damit sinkt auch das Ni-veau in Kantine und Raucherecke. Und die Hitze tut ihr Übriges …

Margit Schwatz, Selma „Rösjen“ und ich machten Pause und saßen im Firmenhof auf der Bank unter der Akazie. Die Sonne brannte schon am frühen Vormittag in voller Pracht. Wir drei Grazien streckten die Glieder von uns und reckten die Gesichter in die Sonne. Aljoscha Baum und Kostas Papaladakis kamen aus dem Gebäude, zündeten sich Zigaret-ten an und setzten sich zu uns.

„Prrs, prrs, prrs …“, tönte es leise, die friedliche Stille störend.

Ich runzelte die Stirn. Margit griff hektisch in die Hosentasche, zog ein Smartphone he-raus und verstaute es nach einem kurzen Blick wieder.

„Prrs, prrs, prrs …“

„Rösjen, wenn Du keine Wespe im Marmeladenglas mit dir herumträgst, dann will jemand was per Handy von dir!“, rief ich genervt.

Rösjen, die in letzter Zeit immer schwerer hört, zuckte zusammen und stotterte verwirrt: „Was? Wie?“

„Prrs, prrs, prrs,“, röhrte es weiter.

„Dein Handy!“, riefen Margit, die Männer und ich unisono.

Rösjen sprang von der Bank drei Schritte nach vorn, nestelte das immer lauter vibrierende Handy hervor. Es war ein antikes Nokia 3210, wenn ich mich nicht täuschte [Anmerkung der Autorin: Ein Mobilfunkgerät, das über ein Jahrzehnt funktioniert, ist heutzutage nicht mehr vorstellbar. Kein Wunder, dass der Hersteller in Bedrängnis geriet.].

Sie nahm das Gespräch an: „Deutsche Rad AG, Online-Redak … äh, Röschen? … Mama!!! … Was? … Was? … Nein, du hast doch noch zwei im Schrank. Mach dir keine Sorgen, das kriegen wir hin. … Jahaa … Tschöhö.“

Während Rösjen offenbar mit ihrer Mutter telefonierte, hatten Margit und ich synchron jede ihrer Bewegungen verfolgt, Baum und Papadalakis ebenso.

„Boah, Mütter!“ stöhnte sie und ließ sich auf die Bank plumpsen.

Vier Köpfe rechts von ihr drehten sich neugierig zu ihr.

„Ich war gestern mit meiner Mutter beim Arzt. Nächste Woche muss sie für ein, zwei Tage ins Krankenhaus. Sie muss medikamentös neu eingestellt werden. Jetzt macht sie sich Sorgen um Nachthemden und Unterwäsche.“

„Dessous für den Oberarzt?“, witzelte Baum.

„Quatsch“, erwiderte Rösjen.

Margit und ich wussten sofort, was sie meinte. Rösjens Mutter ist knapp achtzig Jahre alt. Jede Frau in dem Alter hat mindestens ein, zwei nagelneue Nachthemden und Unterwäsche im Schrank, für den Fall, dass sie mal schnell ins Krankenhaus muss. Als meine Oma vor über zwanzig Jahren gestorben war, fanden wir ein halbes Dutzend original eingeschweißte und sorg-sam in Seidenpapier eingewickelte Nachthemden im Schrank und doppelt so viele Fein-ripp-Unterhosen – neben der doppelten Menge, die auch noch recht neu, aber bereits be-nutzt und gewaschen war.

„Jede Frau über Fünfzig, die auf sich hält,  hat mindestens ein, zwei nagelneue Nachthem-den und Unterwäsche im Schrank, falls sie mal schnell ins Krankenhaus muss“, dozierte Rösjen. „Jedes Jahr misten wir ihren Kleiderschrank aus, rangieren – unter lautem Pro-test – zwei Nachthemden und ein paar Schlüpper aus und kaufen frische Wäsche. Aus-rangiert haben wir letzte Woche schon, nur noch nichts nachgekauft. Das beunruhigt sie jetzt.“

„Unter lautem Protest?“

„Ja, die Schlüpper mit ‘nem kleinem Loch könne sie ja noch zuhause auftragen.“

„Warum auch nicht?“, meinte Papadalakis, der eigentlich gar nicht zu unserem Bereich gehört, aber oft die Pause mit uns verbringt.

Rösjen verdrehte die Augen, „Kostas, mein Lieblingsgrieche, das kannst du nicht wissen: Meine Mutter ist jetzt schon zweimal umgekippt, deshalb muss sie ja ins Krankenhaus. Die Ohnmacht kündigt sich nicht irgendwie an, sodass sie morgens die neuen Schlüpper ohne Löcher anziehen kann. Die fällt einfach um. Das kann beim Frühstück passieren, beim Einkaufen, beim Müllraustragen.“

„… beim Möbelschleppen“, spottete Baum, „was mutest du deiner Mutter in dem Alter noch zu?“

Margit und ich als Selmas Zimmergenossinnen wussten aus zahlreichen Diskussionen per Telefon zwischen Selma und ihrer Mutter, dass sie es nicht leicht hat. Die Mutter will alles noch selbst machen, kann oder soll es aber nicht mehr und sieht es nicht ein.

Baum nahm es sofort entschuldigend zurück, als er Selmas finsteren Blick bemerkte: „Das war nicht so gemeint, Hösjen – äh, Rösjen! Aber das ist dem Arzt doch egal, der hat schon ganz andere Sachen gesehen als löchrige Pumpern.“

Ich lachte. „Dem Arzt ist das sicher wurscht, aber nicht der Mutter! Die versänke vor Scham im Boden, wenn sie nach dem Erwachen aus der Ohnmacht im Krankenhaus ent-deckte, dass der Liebestöter ein Loch hat, das jemand gesehen haben könnte!“

Margit und Rösjen nickten und riefen zustimmend: „Ganz genau!“

Die Männer machten nachdenklich die Zigarettenstummel aus, warfen sie in den Aschen-becher neben der Bank und gingen zurück ins Gebäude. Dabei murmelten sie kopfschüt-telnd: „Ihr habt’s auch nicht leicht!“

„Endlich habt ihr es erkannt“, rief ihnen Margit nach und erhob sich, die Beine ausschüt-telnd, als käme sie gerade vom Waldlauf.

„Was ist los?“ fragte ich erstaunt. „Wohin so eilig? Musst du Arztschlüpper kaufen?“

Margit kicherte. „Ich hab tatsächlich keine, dafür welche mit Loch …“

„Mit Eingriff?“, alberte Rösjen.

„Nee, für zuhause. Aber nach deiner Ausführung hab ich ja noch gute zehn Jahre Zeit, ich bin noch keine Fünfzig.“

Rösjen stand auf und seufzte: „Aber ich muss heut Arztschlüpper kaufen – für meine Mut-ter und für mich.“

Und nach einem frechem Blick zu mir fuhr sie fort: „Was ist mit dir? Bist du schon darauf vorbereitet? Die Fünfzig ist bei dir doch auch schon in Sichtweite, oder?“

„Hehe“, empörte ich mich, „die Fünfzig hat noch ein paar Jährchen Zeit. Aber Arztschlüp-per und Krankenhaus-Nachtwäsche hab ich seit Jahrzehnten in Reserve im Schrank. Ich komme aus der DDR, da wurde gebunkert. Mir hatten doch nüscht.“

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Salsiccia con Pasta

Italienische Bratwurstbällchen mit Kirschtomaten, Kräutern und Pasta

Zutaten für 2 Portionen:

2 Stk. Salsiccia, italienische Bratwurst mit Fenchel – alternativ grobe Bratwurst
1 EL Olivenöl
4 Salbeiblätter
16 Kirschtomaten – ich habe gelbe und rote verwendet
2 EL gehackte glatte Petersilie
200 g Pasta, z. B. Maccheroni
Salz und Pfeffer
Parmigiano Reggiano

Zubereitung:

Das Brät aus dem Darm drücken und zu kleinen Bällchen formen.

Pasta in Salzwasser nach Packungsanweisung al dente garen.

Die Salsicciabällchen im Olivenöl braun braten. Salbeiblätter dazugeben und kurz mit-braten. Das Tomatenmark und etwas Kochwasser von der Pasta hinzugeben.

Die Kirschtomaten längs halbieren und in die Pfanne geben. Gehackte Peter-silie unterrühren und alles mit Pfeffer abschmecken.

Pasta abtropfen lassen und mit der Salsiccia-Tomatenmischung servieren. Nach Bedarf mit frisch geriebenem Parmigiano Reggiano bestreuen.

Guten Appetit!

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